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Österliche Busszeit 2012

Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 121,1-2

Liebe Schwestern,

Als ich mir Anfang Februar bei meinem Flug in die Schweiz Gedanken zu meinen Brief für die österliche Bußzeit machte, wurde meine Aufmerksamkeit auf die atemberaubend schönen Alpen gelenkt, die in das Licht aus der Höhe getaucht waren. Wie kommt es, dass solch ein wunderbarer Blick die Gedanken unwillkürlich zu Gott lenkt? Er hat uns erschaffen und viele Gaben geschenkt, aber das Staunen ist sein ganz besonderes Geschenk, das uns hinzieht zum Unendlichen. Ich dachte, wie schwierig muss es sein, einen solchen Gipfel zu erklimmen, aber wie einladend ist es zugleich!

Ich sehe jetzt, dass unser ganzes Leben das Erklimmen geistlicher  Berge ist – wir steigen auf den Berg Gottes, dem Himmel entgegen. Manche ziehen es vor, in einer sicheren Entfernung im Tal stehen zu bleiben, um die Berge zu bewundern, aber sie lernen nie ihre Schönheit und ihr Geheimnis kennen. Nur wer sich aufwärts abmüht, wer ihre Härte und die mit dem Steigen verbundenen Strapazen auf sich nimmt, wird die Berge kennen lernen. Wer sich am Felsen festhält, wenn er/sie ausgesetzt und in Gefahr ist, wer die beängstigende Macht des Sturmes, der Unsicherheit und Dunkelheit erfährt, der macht sich vertraut mit dem Geheimnis der Berge. Sie zu ersteigen erfordert Einsatz, Mühe, Zeit, Schmerz, Demut, Durchhaltevermögen und Gebet.

Es ist wahr, dass wir Gott nur dann wirklich kennenlernen, wenn wir angesichts der Schwierigkeiten und Sorgen im Leben dennoch weiterklettern…, uns festhalten an unserem Felsen: “mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken“(Dt 6,5; Mt 22,37).

In seiner Botschaft zur österlichen Bußzeit* bittet uns Papst Benedikt eindringlich, über die  Herzmitte des christlichen Lebens - die Liebe - nachzudenken. Dem Brief  des hl. Paulus an die Hebräer folgend (10,22-24) nennt er drei leitende grundsätzliche Wege, wie Liebe zum Ausdruck gebracht wird: „die Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen, die Gegenseitigkeit und die persönliche Heiligkeit.“ Mein Wunsch für diese österliche Bußzeit ist, dass jede von uns auf diesem Pilgerweg mit Jesus – im Hinaufsteigen des Pfades – tiefer in ihr Herz hineinhorcht, gespaltene Felsen oder hervorstehende scharfe Ecken identifiziert, die das Wachsen in der Liebe verhindern können. Suchen und entdecken Sie die Hindernisse, die Sie davon abhalten, Ihr Ziel, - die Liebe zu Gott-  zu erreichen. Wenn Sie hinaufsteigen, werden Sie Selbstbezogenheit überwinden, Brücken zwischen uns bauen, mehr Gutes hervorbringen und das Böse bekämpfen. Wenn  Sie den Gipfel des Berges erreicht haben werden Sie erfahren, dass der barmherzige Gott auf Sie wartet. Dann wird es Freude und Friede im Geist und im Herzen geben.

 

“Caritas Christi Urget Nos”.

Sr. Izabela Swierad, SAC

Österliche Busszeit 2012

* www.vatican.it

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)