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Vom 2. bis 16. August kamen unsere Generaloberin Sr. Izabela Świerad SAC und unsere Generalvikarin Sr. Josephina D´Souza SAC zur Visitation nach Deutschland. Die meiste Zeit verbrachten sie in Limburg. Am Wochenende 7./8. August besuchten sie die Schwestern in Refrath.

In Limburg, wo unsere Kongregation sich seit 1895 als eigenständiger Zweig der pallottinischen Schwesterngemeinschaft entwickelte, war für viele Jahre des Mutterhaus der Gemeinschaft. Kloster Marienborn war 1900/1901 von den Schwestern als Ausbildungshaus und Zentrale der internationalen Gemeinschaft gebaut worden, von wo aus Pallottinerinnen nach England und Polen, nach Amerika und Afrika ausreisten. Als 1968 das Generalat nach Rom verlegt wurde und innerhalb der Gemeinschaft Provinzen geschaffen wurden, wurde Marienborn zum Provinzhaus der deutschen Provinz. In den letzten Jahre hat sich hier viel verändert. Das Exerzitienhaus mussten wir schließen. Das alte Gebäude hätte dringend der Renovierung bedurft, was wir uns aber aufgrund aller Feuerschutz- und Denkmalschutzauflagen nicht leisten konnten. Auf der anderen Seite brauchte das 2001 eröffnete Altenpflegeheim eine Erweiterung. So waren schließlich die alten Gebäude Kloster Marienborn und Exerzitienhaus verkauft worden, während auf der Rückseite des Hauses zwei Anbauten entstanden: die Erweiterung von Haus Felizitas, die im Oktober 2019 bezogen werden konnte und Haus Camaldoli, als Sitz der Provinzverwaltung und Wohnhaus der Schwestern, welches zu Beginn des Jahres 2020 bezogen wurde – gerade bevor der Lockdown aufgrund der Corona-Regelungen begann. So gibt es heute drei Wohnbereiche für die Pallottinerinnen in Limburg, die alle zusammen die Kommunität „Kloster Marienborn“ bilden: im Haus Felizitas, im Haus Camaldoli und im Pallottihaus an der Westerwaldstraße. Es stellte uns vor manche Herausforderung, unter den neuen Wohnbedingungen zu neuen Formen des gemeinschaftlichen Miteinanders zu finden, zumal manche Begegnungen aufgrund der Corona-Regelungen eingeschränkt waren.

Unsere Provinzoberin Sr. Astrid Meinert holte Sr. Izabela und Sr. Josephina am Vormittag des 2. August am Flughafen in Frankfurt ab. Am Nachmittag begannen wir die Visitation mit einem gemeinsamen Gebet der Limburger Kommunität in der Provinzhauskapelle. Danach war es möglich, dass alle Schwestern persönlich die beiden Gäste begrüßen konnten. Nach einem Treffen mit der Provinzleitung am Dienstag Vormittag kam es in den folgenden Tagen zur Begegnung mit allen Schwestern in Limburg. Diese freuten sich, dass die Generaloberin und ihre Vikarin sich so viel Zeit nahmen, jeder einzelnen zu begegnen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dazwischen gab es andere Termine, die die Generaloberin und ihre Vikarin in Limburg wahrnahmen.

Bei einem Rundgang durch Haus Felizitas wurde die Struktur und interne Organisation des Hauses vorgestellt. Dann gab es ein Treffen mit unserem Geschäftsführer und ein weiteres mit den Vorständen der St. Vinzenz Pallotti Stiftung. Sie alle setzen sich mit größtem Engagement für unsere Gemeinschaft und die Belange der Stiftung ein und sind uns eine wertvolle Unterstützung, unser Apostolat zu leben.

Am Freitag war es möglich, an der Beerdigung von Pallottinerpater Hubert Socha teilzunehmen. Er hatte als Kirchenrechtler maßgeblich an der Erstellung des UAC-Generalstatuts mitgewirkt und sich im Prozess der Anerkennung des pallottinischen Gründungscharismas und der Vereinigung des Katholischen Apostolates eingesetzt. Als kirchenrechtlicher Berater der UAC waren ihm die Schwestern aus der Generalleitung bei vielen internationalen Treffen in Rom begegnet.

Am Samstag Morgen fuhren die beiden Visitatorinnen nach Refrath, um sich ein Bild von der Situation der Schwestern dort zu machen und allen persönlich zu begegnen. Das St. Josefshaus, ein Alten- und Pflegeheim, das – wie das Haus Felizitas in Limburg – von der St. Vinzenz Pallotti Stiftung getragen wird, hat in den letzten Jahren ebenfalls einige Veränderungen erlebt, die die beiden Schwestern aus Rom noch nicht kannten. Auch der Wohnbereich, den die Pallottinerinnen im Haus haben, hatte 2016 eine gründliche Renovierung erfahren. Sr. Izabela und Sr. Josephina freuten sich über die schöne, gelungene Gestaltung der Räume. Und sie ermutigten die Schwestern, sich mit all ihrem Potential entsprechend den je eigenen Möglichkeiten einzusetzen im Apostolat.

Am Sonntag Abend kehrten sie nach Limburg zurück. Auch in der zweiten Woche gab es neben den persönlichen Gesprächen, die weiter liefen, einige besondere Termine. Am Dienstag Nachmittag gab Sr. Izabela einen reich bebilderten Überblick zur gegenwärtigen weltweiten Situation der Gemeinschaft und den vielfältigen Begegnungen, die es in den letzten Jahrzehnten mit den „anderen Pallottinerinnen“, den Schwestern vom Katholischen Apostolat (CSAC) gab. Zwei von ihnen arbeiten auch im Limburger Haus Felizitas in der Pflege. Sie wohnen ebenfalls im Pallottihaus und luden am Abend Sr. Izabela und Sr. Josephina zum Abendessen und zur Begegnung ein.

Am Mittwoch feierte das Bistum Limburg das Fest der Kirchweihe des Domes. Zu diesem Anlass konnten die beiden Schwestern aus Rom am abendlichen Pontifikalamt teilnehmen. Am Donnerstag Vormittag stand ein Besuch bei den Pallottinern in Limburg auf dem Programm. Seit der Gründung in Limburg vor mehr als 125 Jahren sind beide Häuser eng miteinander verbunden. Heute wissen wir uns als Mitglieder der Vereinigung des Katholischen Apostolates gemeinsam auf dem Weg. So freuten wir uns über die Einladung der Pallottiner zur Begegnung und zum Mittagessen, die an die beiden Mitglieder unserer Generalleitung und die gesamte Provinzleitung erging. Auch ein Besuch an der Gedenkstätte des 2019 selig gesprochenen Pallottiners P. Richard Henkes in der St. Marienkirche war möglich.

Das Wochenende 14./15. August stand ganz im Zeichen des Feierns. Am Samstag feierten wir das goldene, diamantene, eiserne und Gnadenjubiläum von zehn Mitschwestern. Am Vormittag trafen wir uns zum gemeinsamen Gebet in der Provinzhauskapelle, bei dem Sr. Astrid auch einen Einblick in die bewegte Lebensgeschichte der Jubilarinnen gab. Am späten Nachmittag konnten fast alle Schwestern aus Deutschland am Pontifikalamt teilnehmen. Dieses feierte Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bischofsvikar für die Orden im Bistum Limburg, mit uns als Vorabendmesse zum Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, an dem viele unserer Schwestern ihre Profess abgelegt haben. Ein Ensemble aus acht Sängerinnen und Sängern des Domchores übernahm die musikalische Gestaltung und ließ alle Herzen einschwingen in den frohen Jubel und Dank vor Gott. Anschließend kamen die Jubilarinnen, die beiden Schwestern aus Rom und die Provinzleitung mit dem Bischof zum Abendessen zusammen.

Am Sonntag Abend beschlossen wir mit einer gemeinsamen Vesper in der Provinzhauskapelle die Visitation. Sr. Izabela dankte für alle Begegnungen und richtete Worte der Ermutigung an alle Schwestern. Am Montag brachte sie das Flugzeug nach Rom zurück. Die Visitation war für uns eine Zeit der Ermutigung und Stärkung. Wir danken Sr. Izabela und Sr. Josephina für alle Zeit und Geduld, mit der sie sich uns zuwandten, und für die Ausdauer, mit der sie für alle ein offenes Ohr bewahrten. Wir freuen uns von Herzen auf ein Wiedersehen.

Sr. Adelheid Scheloske SAC

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)