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Mt 17,14b-20

1. Ungläubige Generation. Wir erleben Jesus an dieser Stelle unwirsch, gar nicht so liebevoll und zurückgenommen, wie wir ihn sonst kennen und ihn uns als Vorbild nehmen: „Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen?“ Das bezieht Jesus auf den Unglauben der Menschen um ihn herum. Dabei sind sie doch gläubig: Sie kommen zu ihm mit der Bitte um Heilung eines Jungen von einem Dämon. Aber was Jesus hier anspricht, ist etwas anderes: Er gibt uns, er gibt auch mir an vielen anderen Stellen in den Evangelien Vollmacht zur Evangelisierung, zur Heilung, zum Gebet. Was fehlt, ist der Glaube daran, dass das, was ich von Gott erbitte, auch geschieht. Aber wenn ich im Grunde gar nicht daran glaube, dass Gott heilen kann und heilen will: Bete ich dann wirklich?

2. Gottes Wille?  Die harsche Reaktion Jesu bleibt nicht ohne Folgen: Nachdem Jesus den Dämon ausgetrieben hat, fragen ihn seine Jünger, warum sie das denn nicht konnten. Wie ist das mit mir: Wenn ich für jemanden um Heilung einer Krankheit bete, wenn ich für das Wohlergehen anderer bete, und sich das dann nicht einstellt, glaube ich dann direkt, dass Gott das eben nicht möchte (vielleicht mit dem „frommen“ Gedanken, dass Gottes Wille geschehen möge), oder suche ich weitere Wege? Gibt es dann vielleicht etwas, was ich noch tun kann? Selbst tätig werden, mehr beten, anders beten, vor allem mit mehr Vertrauen beten? Nicht alles, um was ich bitte, entspricht Gottes Plan und ist für die Betroffenen oder mich selbst gut, aber vielleicht gebe ich doch manchmal zu schnell auf und bin mit der Erklärung, dass Gottes Wille ein anderer ist, zufrieden? Denn hier, in dieser Situation, war es offensichtlich nicht Gottes Wille, dass der Junge besessen bleibt.

3. Mit Glauben Berge versetzen. Das führt mich zu dem Vater des Jungen: Er hatte die Jünger gebeten, seinem Sohn zu helfen; offenbar wusste er, dass sie in Vollmacht Jesu handeln können. Aber nachdem sie nichts ausrichten konnten, gab er sich nicht damit zufrieden. Ähnlich wie die kanaanäische Frau für ihre Tochter (Tagesevangelium vom vergangenen Mittwoch, Mt 15,21-28) lässt er nicht locker. Der Vorwurf des Unglaubens trifft also nicht ihn; er lässt nichts unversucht, bei Gott für seinen Sohn die Heilung zu erbitten. In diesem Sinne ist er es, der Berge versetzt, wie Jesus es in Aussicht stellt: „Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken.“ Dieses Vertrauen in die Kraft Gottes und in seinen Willen zum Guten brauche ich. Es geht nicht um eine „Gebetstechnik“, aber Gebet ohne Glauben wird nutzlos sein.

Von Felix Honekamp

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)