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Mk 6, 17-29

Die Christen geben ihren Gedenktagen manchmal kuriose Namen. So steht heute im Kalender der Kirchen der Gedenktag der „Enthauptung Johannes des Täufers“. Makaber und gruselig sind die Bilder, auf denen Künstler darzustellen versuchen, wie der Frau von König Herodes und deren Tochter der Kopf des Täufers auf einer Schale präsentiert wird. Johannes musste sterben, weil er unmissverständlich und auf die Gebote Gottes hingewiesen hatte.

Eine königliche Familie zurechtzuweisen, das braucht gehörig Mut. Johannes ist das Einstehen für seine Überzeugungen wichtiger als mögliche Nachteile für sich selber. Mutig dieser Mensch. Mir kommt dabei heute das Wort „Zivilcourage“ in den Sinn. Johannes der Täufer hatte Zivilcourage. Er wurde dafür enthauptet. Zivilcouragiertes Handeln trägt immer Risiken in sich. Man kann nie wissen, wie sich eine kritische Situation entwickelt, wenn ich meine Meinung mit Überzeugung vertrete oder sogar aktiv eingreife. Manchmal verlässt mich hier schon der Mut. Gewalt im öffentlichen oder privaten Raum, Mobbing an Schulen und am Arbeitsplatz. All das gibt es leider genug. So gibt es genügend Gelegenheiten, die unsere Zivilcourage erfordern. Unseren Mut. Wenn ich mit offenen und kritischen Augen lebe, sehe ich, was zu tun ist. Dann sehe ich hoffentlich nicht weg, wenn in meinem Umfeld Menschen gemobbt werden oder ihnen Unrecht geschieht und Gewalt angetan wird. Ich wünsche mir dann den Mut, mich einzumischen. Zivilcourage zu zeigen, wenn Menschen gedemütigt, bedroht oder angegriffen werden. Nicht schweigen und wegschauen. Johannes der Täufer hätte es leichter haben können, wenn er seinen Mund gehalten hätte. Sein Leben wäre ihm wohl erhalten geblieben. Doch er hatte die Kraft das Unrecht beim Namen zu nennen. Ein kurioser Gedenktag, aber eine wichtige Botschaft.

Von Ralf Staymann

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)