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Mt 25, 14-30

1. Vermögen. Im Wort „Vermögen“ klingt an: das, was ich vermag. Das, was ich kann. Das Vermögen kommt vom Herrn. Es gehört ihm. Das, was ich kann, verbindet mich mit Gott. Es ist ein Teil von ihm. Ich stelle mir vor, dass jeder Mensch in seiner Einmaligkeit eine Seite Gottes repräsentiert und ins Reich der Materie übersetzen soll. Darin steckt eine große Würde. Ich bin nach seinem Ebenbild geschaffen. Durch mich kommt ein Aspekt Gottes in die Welt, der ohne mich keinen konkreten Ausdruck finden würde. Welche meiner Eigenschaften spiegeln Gott wider? Ich nehme mir Zeit, mich daran zu freuen und Gott dafür zu danken.

2. Gelegenheiten. Mit dem, was ich kann, soll ich etwas im Reich Gottes bewirken. Das ist nicht jeden Tag gleich. Es hängt nicht nur von meinen Begabungen ab, sondern auch von den Umständen, von den Menschen, die mir begegnen, von meiner Tagesform. Die Talente, mit denen ich für das Reich Gottes arbeiten soll, sind die Gelegenheiten, die ich heute dazu habe. Welche Gelegenheiten hatte ich in letzter Zeit, und wie habe ich sie genutzt? Ich versuche, die Freude Gottes darüber nachzuempfinden.

3. Entfremdung. Der letzte Diener im Gleichnis will mit dem König überhaupt nichts zu tun haben. Er schreckt vor dem Thema Talente zurück und verdrängt es. Der König bestraft ihn, indem er ihm sein Vermögen wegnimmt. Das ist eine bildhafte, aber exakte Beschreibung des geistlichen Lebens: Im geistlichen Leben gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder du wendest dich Gott mit deinen seelischen und praktischen Fähigkeiten zu, und dann wirst du Gott und seiner Freude entgegenwachsen. Dabei ist es ganz egal, ob es nur wenige Fähigkeiten oder Gelegenheiten sind! Oder du kümmerst dich nicht um das Reich Gottes. Dann wird deine Gottesbeziehung verkümmern und schließlich wird nicht einmal mehr das Wenige übrig sein, das ursprünglich einmal vorhanden war. Damit wirst du selber verkümmern und in Finsternis sitzen, denn das Licht ist in Gott. Wie ist das bei mir? Wo wachse ich Gott und seiner Freude entgegen? Welche Gelegenheiten gibt es, die ich für ihn noch mehr nutzen könnte? Wo spüre ich Dunkelheit?

Von Dorit Wilke-Lopez

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)