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Mt 18,21-19,1

1. Vergib anderen... und höre auf, zu zählen wie oft.  Gott hat uns unsere Vergehen zahllose Male vergeben, und wir beten jeden Tag im Vater Unser: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.” Wenn wir wollen, dass uns vergeben wird, sollten auch wir die Verpflichtung, anderen zu vergeben, ernst nehmen, selbst dann, wenn es scheint, dass die anderen das nicht verdienen. Schließlich sind wir Gott gegenüber in der gleichen Lage, und er zeigt uns, dass sein Erbarmen groß ist. Jesus verkündet, dass wir mit dem gleichen Maß gemessen werden, mit dem wir messen. Wie können wir diese Vergebung in die Tat umsetzen?

2. Dass die Welt erkenne.  Ohne Übertreibung kann man sagen, dass die größte Aufgabe der Kirche heute darin liegt, ein Zeichen und Botschafter der Versöhnung zu sein. Gott bietet uns das durch Jesus Christus an. Wir leben in einer Welt, die – wie Papst Johannes Paul II. es ausgedrückt hat – „Angst vor dem Erbarmen Gottes hat”, da es uns zur Umkehr und zu einer völlig neuen Art zu leben ruft. So wie wir die Welt von Hass, Gewalt, Streit und Bitterkeit erfüllt sehen, so sollten wir Christen uns für Versöhnung und Heilung einsetzen. Es ist dabei notwendig, von unseren nahen persönlichen Beziehungen ausgehend immer weitere Kreise zu ziehen, bis hinein in unsere Nachbarschaft, Schulen, Vereine, Gemeinden und dem Arbeitsplatz. Wir sollten diejenigen sein, die anderen Vergebung und die Botschaft der Versöhnung bringen.

3. Undankbarkeit macht unmenschlich.  Der Grund dafür, dass wir von dem ungerechten Schuldner so schockiert sind, ist die schreiende Offensichtlichkeit der Undankbarkeit, die er verkörpert, selbst nachdem ihm so viel vergeben wurde. Wenn wir aber genauer hinschauen, können wir darin auch etwas von unserer eigenen Geschichte entdecken. Wie schnell vergessen wir die Vergangenheit! Wie leicht sind wir versucht, zu denken, dass wir einfach unseren Sünden entwachsen sind, ohne Gottes Liebe und Gnade dafür die Ehre zu geben. Schnell können wir den Schwächen anderer gegenüber zu einer verurteilenden Haltung kommen, als ob es in unserem Leben nichts gäbe, was uns leid tut. Indem wir einen gesunden Sinn für unsere eigene Sündhaftigkeit behalten, sind wir imstande, andere als Brüder und Schwestern zu behandeln und nicht auf sie herabzuschauen.

Von P. Richard Gill

 

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)