Besucher Zähler

17392430
Seit 2011
17392430

Lk 7:1-10

Lk 7,1-10

1. Kontext des Evangeliums. Im vorherigen Kapitel erzählt Lukas, wie Jesus die Menschen dazu aufruft, den Feind zu lieben, andere nicht zu verurteilen, den Balken zuerst aus dem eigenen Auge zu entfernen, und dann erst den Splitter aus dem Auge des anderen. Er schließt damit, dass derjenige, der nach seinen Worten handelt, wie jemand ist, der sein Haus auf Felsen baut. Vielleicht kann man sich hier vorstellen, wie die Menschen an Jesu Lippen hingen. Er sprach über etwas noch nicht Dagewesenes. Vielleicht können wir diesen Moment kurz festhalten. Er hört mit seiner Predigt auf und fängt an, sich von Einzelnen zu verabschieden. Seine Jünger haben wohl alle Hände voll zu tun, damit Jesus nicht von der Masse der Leute erdrückt wird. Langsam macht sich Jesus auf den Weg und geht durch das Stadttor von Kafarnaum hinein.

2. Betrachtung. Ich möchte euch einladen, euch diesen Moment mit allen euren Sinnen vorzustellen. Im Laufe dieser Woche werde ich euch immer wieder in einem Punkt der Betrachtung vorschlagen, euch die Szene lebhaft mit allen Sinnen vorzustellen. Wenn wir unsere Vorstellungskraft nutzen, tun wir das, um tiefer in das Evangelium eindringen zu können. – Was siehst du? Jesus steht gerade am Tor, als du einige jüdische Älteste auf Jesus zulaufen siehst. Du siehst ihre besorgten und aufgeregten Gesichter. Vielleicht denkst du gerade, dass es Pharisäer sind, die sich wieder wie immer über seine Rede aufregen. Du siehst, wie sie sich den Weg durch die Menschenmenge bahnen und endlich bei Jesus ankommen. Du spitzt deine Ohren. Was hörst du? „Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst; denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut.“ Was riechst und spürst du? Vielleicht kannst du fertiges Essen riechen. Es ist schon Abendzeit. Jesus war wohl auch schon müde. Mehr noch seine Jünger. Vielleicht kannst du ihre Erschöpfung spüren. Eigentlich wollen sie sich nur noch ausruhen, etwas essen. Gleichzeitig kannst du förmlich das inständige Flehen der Ältesten spüren. Vielleicht fragst du dich, wie kann es sein, das jüdische Älteste so sehr für einen Hauptmann, der wohl ein Römer ist, eintreten? Letztendlich geht es auch nicht um den Hauptmann selbst, sondern er bittet um Heilung für seinen Diener. Er selbst fühlt sich aber nicht würdig. Er anerkennt, dass er nicht zu dem auserwählten Volk gehört.

3. Ein Wort. Jesus aber hält ihn für würdig. Für Jesus ist jeder würdig, wenn er an ihn glaubt, an seinem Wort festhält und danach handelt. Und der Hauptmann sagt: „Sprich nur ein Wort…“ „Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist.“ (Joh 1,3) Gottes Wort ist mächtig. „Gott sprach und es wurde…“, heißt es in Genesis. Im Psalm 119,89 heißt es, „Herr, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist;“ und auch Jesus selbst sagt, dass Himmel und Erde vergehen, seine Worte aber nicht vergehen werden. (Mt 24,36) Außerdem: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ (Joh 1,14) Dieses Wort ist Jesus selbst. Und wenn er spricht, geschieht, was er sagt. Das Wort aus seinem Mund hat Macht, die Dunkelheit zu vertreiben, Licht werden zu lassen, Ketten zu sprengen, Sünden zu vergeben, Krankes wieder zu heilen und neues Leben zu erwecken. Glaube ich an dieses Wort? Glaube ich? Vertraue ich? Oder vertraue ich zu sehr auf mich? Oder auf meine Lügen?

Von Ilona Kies

 

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

________________

 

"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

________________

 

"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

________________

 

„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

________________

 

"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)