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Mt 20,1-16a

Laborers in the field, 11th c., Byzantine

1. Es gibt immer eine Chance. Akzeptieren zu müssen, dass man die letzte Chance verpasst hat, etwas zu tun, was man schon immer tun wollte, ist eine der schlimmsten Erfahrungen. Das kann in jeder Lebenslage vorkommen: bei Berufschancen, der Aufnahme an einer Universität, usw. Dagegen besteht im spirituellen Leben immer die Chance, nur für Gott zu leben, die Chance, erlöst zu sein. Dort gibt es immer die Chance, von neuem zu beginnen. Warum ist das so? Weil Gott uns auf Erden die Zeit gibt, auf ihn zuzugehen. Deshalb gibt er uns, sogar wenn wir fallen, immer wieder die Kraft aufzustehen. Deshalb ist das Sakrament der Versöhnung so wichtig. Wenn wir die Gnade verlieren, unsere spirituelle Kraft, können wir sie in den Sakramenten, vor allem im Bußsakrament, zurückgewinnen.

2. Wir dürfen mehr erwarten als wir verdienen. Aus rein menschlicher Sicht ist die in diesem Evangelium geschilderte Entlohnung ungerecht. Wer mehr arbeitet, sollte auch mehr bekommen im Vergleich zu dem, der weniger arbeitet. Wir vergessen leicht, dass aus spiritueller Sicht alles ein Geschenk ist. Unsere menschliche Natur hat nichts, was Gnade fordern könnte. Wenn wir den Aufforderungen unseres Glaubens folgen, erweisen wir Gott keine „Gunst“, sondern erfüllen existentielle Verpflichtungen. Darum erinnert uns Christus: „Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan“ (Lk 17,10).

3. Die Großzügigkeit Gottes. Gottes Großzügigkeit ist ein Ausdruck seiner Liebe zu uns. Er kennt jeden einzelnen genau und persönlich. Er weiß, dass die Bedürfnisse von einigen größer sind als die von anderen. Zu denken, dass Gott manche Menschen mehr liebt als andere, ist Gott gegenüber Unrecht. Wir schulden anderen Liebe und Respekt, weil alle Menschen die gleiche Würde besitzen. Gott schulden wir Anbetung und Liebe, weil er unser Schöpfer und fürsorglicher Vater ist. Aber Gott schuldet seinen Geschöpfen nichts. Alles, was er uns gibt, ist freiwillig gegeben und Frucht seiner unendlichen Liebe. Es ist zu einfach, Gott nach menschlichen Maßstäben zu behandeln und zu vergessen, dass er Gott ist. Das schönste Geschenk, das er uns gibt, ist seine Gnade.

Von P. José LaBoy Wallace

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)