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Mk 9,2-10

1. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Ich kann mir kaum vorstellen, wie sich Petrus, Jakobus und Johannes gefühlt haben müssen. Jeder filmische Versuch, die Szene wiederzugeben, muss scheitern, weshalb sie in entsprechenden Verfilmungen immer höchstens angedeutet wird. In gewisser Weise muss es furchterregend gewesen sein, aber auch aufregend … und ganz sicher eben göttlich. Kein Wunder also, dass Petrus, der sonst schnell eine Aussage trifft (zum Beispiel darüber, dass Jesus der Messias ist), hier sprachlos bleibt. Vielleicht ist das aber auch genau die Botschaft: Wenn Gott ins Spiel kommt, versagen unsere weltlichen Erklärungen. Gott ist ganz anders, und immer, wenn ich glauben sollte, sein Wesen in Fülle ergründet zu haben, ist das ein gutes Indiz dafür, dass ich daneben liege.

2. Auf ihn sollt ihr hören. Die von Gott gesprochenen Worte lassen dann allerdings keinen Zweifel mehr: „Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“ Er sagt nicht, ich solle Jesu Vorbild in Betracht ziehen, ich solle mir aus seinen Botschaften heraussuchen, was mir gerade passend erscheint, oder dass die Botschaften Jesu ein Vorschlag wären, den ich auch ablehnen kann. Natürlich bin ich frei, mich zu entscheiden, wie ich möchte, aber wenn ich ein Leben im Sinne Gottes, ein Leben, wie es Gott im Sinn hatte, als er mich schuf, führen möchte, dann muss ich Jesus folgen, tun, was er sagt. Wie war das gleich mit meinem Nächsten, wie mit der anderen Wange, wie mit dem falschen Zeugnis …? Höre ich auf Jesus? Immer?

3. Von den Toten auferstehen. Zum Glück sind wir, bin ich heute schlauer und weiß, was „von den Toten auferstehen“ bedeutet. Jesus war tot und lebt wieder. Allerdings nicht so, wie zum Beispiel Lazarus, den er auferweckt hat, der aber später wieder sterben musste. Und offenbar war Jesus auch verändert, hatte noch seine Wundmale an Händen, Füßen und in der Seite, aber sonst war sein Leib offenbar „verklärt“, also irgendwie anders. Und er tauchte, nachdem er wieder am Leben war, immer überraschend auf, stand plötzlich in der Mitte eines Raumes und war genauso schnell wieder verschwunden. Und dann ist er eben später nicht noch mal gestorben, sondern in den Himmel aufgefahren, uns jetzt aber gegenwärtig in der Eucharistie … Wenn ich ehrlich bin: Ich kann heute mit einfachen Worten auch nicht sagen, was „von den Toten auferstehen“ wirklich bedeutet. Aber ich weiß, dass es wunderbar ist, dass Jesus den Tod besiegt hat und ich nun auch nicht mehr ohne Hoffnung auf das Paradies sterben muss. Mein Glaube muss an Verständnis genügen. Gott selbst und das Zeugnis der Heiligen verbürgen ihn glaubwürdig.

Von Felix Honekamp

 

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)