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Es ist nicht leicht, in Weißrussland gleichzeitig aus Polen und katholisch zu sein. Jede Schwester, die hier gearbeitet hat, kann eigene Erfahrungen zu diesem Thema beisteuern. Die lange Verfolgung der katholischen Kirche hatte Wirkungen nicht nur materieller Art (zerstörte Gebäude, die teilweise in Getreidespeicher, Munitionslager, Geschäfte, Kinos, Kulturzentren usw. umgewandelt wurden), sondern auch auf die Mentalität der Menschen. Die gegenwärtige Offenheit der Machthaber in bezug auf die Glaubensfreiheit (hauptsächlich auf die orthodoxe Kirche als offizieller Staatsreligion bezogen), zeigt langsam auch eine Wirkung auf die Haltung der Bevölkerung gegenüber Katholiken. Die katholische Kirche ist immer den sicheren Weg gegangen: nach dem Evangelium ist das erste der Dienst an den Armen, egal welcher Religion oder Konfession sie angehören. Dies war für uns, die Pallottinerinnen, das neue/alte Feld apostolischen Handelns. Neu – denn bis zum Zusammenbruch des Kommunismus gab es keine Möglichkeit für ein wie auch immer geartetes Apostolat in Weißrussland. Alt – denn bis zum 2. Weltkrieg verliefen die Grenzen Polens weiter östlich, und Rajca, der Ort, wo unsere pallottinischen Ursprünge liegen, gehörte zu jener Zeit zu Polen und fiel erst nach dem Krieg an Weißrussland.

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