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Belarus 1993

Die Pallottinerinnen in Weissrussland

Es ist nicht leicht, in Weißrussland gleichzeitig aus Polen und katholisch zu sein. Jede Schwester, die hier gearbeitet hat, kann eigene Erfahrungen zu diesem Thema beisteuern. Die lange Verfolgung der katholischen Kirche hatte Wirkungen nicht nur materieller Art (zerstörte Gebäude, die teilweise in Getreidespeicher, Munitionslager, Geschäfte, Kinos, Kulturzentren usw. umgewandelt wurden), sondern auch auf die Mentalität der Menschen. Die gegenwärtige Offenheit der Machthaber in bezug auf die Glaubensfreiheit (hauptsächlich auf die orthodoxe Kirche als offizieller Staatsreligion bezogen), zeigt langsam auch eine Wirkung auf die Haltung der Bevölkerung gegenüber Katholiken. Die katholische Kirche ist immer den sicheren Weg gegangen: nach dem Evangelium ist das erste der Dienst an den Armen, egal welcher Religion oder Konfession sie angehören. Dies war für uns, die Pallottinerinnen, das neue/alte Feld apostolischen Handelns. Neu – denn bis zum Zusammenbruch des Kommunismus gab es keine Möglichkeit für ein wie auch immer geartetes Apostolat in Weißrussland. Alt – denn bis zum 2. Weltkrieg verliefen die Grenzen Polens weiter östlich, und Rajca, der Ort, wo unsere pallottinischen Ursprünge liegen, gehörte zu jener Zeit zu Polen und fiel erst nach dem Krieg an Weißrussland.

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* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

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"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

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"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

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„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

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"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)