Besucher Zähler

17391231
Seit 2011
17391231

An alle lieben Freunde der Pallottinischen Familie!

Mit einem herzlichen Gruß aus Rom senden wir Euch diesen Brief, den wir in Zusammenarbeit mit der Internationalen Unio Missions-Arbeitsgruppe  geschrieben haben und der sich an jene von uns richtet, die die tiefe Erfahrung machen, am Leiden Christi teilzunehmen und sich bemühen, dies mit Opfergeist und  als Selbst-Gabe zu leben. Der Brief möchte Ermutigung sein für alle auf diesem oft schwierigen Weg und ein Zeichen der Dankbarkeit für ihr Apostolat und ihre Gegenwart unter uns.

Wir bitten die  Ven. Elisabetta Sanna uns zu begleiten, so dass wir wie sie fähig werden, mit dem Glauben an die unendliche Liebe Gottes durch jedes Leiden zu gehen.

Vereint durch das Band der Liebe, als wesentlichem Kennzeichen unserer Familie bitten wir euch, dass dieser Brief möglichst viele Personen erreichen kann und so ein gemeinsames Gut aller  wird.

 

In Gemeinschaft des Gebets und der Liebe.

 

Donatella Acerbi, Vorsitzende

Rory Hanly SAC, Generalsekretär

 

VOLL TEXT

 

UNIONE DELL’APOSTOLATO CATTOLICO
Piazza San Vincenzo Pallotti, 204 – 00186 Roma, Italia
Tel. (+39 06.6819469 – Fax:: (+39) 06.6876827 – E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
________________________________________

 

Liebe Schwestern und liebe Brüder,

wir  senden  herzliche  Grüße  und  eine  geschwisterliche  Umarmung  Euch  allen,  die  Ihr  das
leidende Antlitz Jesu widerspiegelt.

In dieser kostbaren Zeit der heiligen Woche, die wir jetzt begehen sind wir eingeladen, dieses
leidende  Antlitz  Jesu,  das  bald  in  die  leuchtende  Herrlichkeit  der  Auferstehung  verwandelt
werden  wird,  mit  neuen  Augen  zu  betrachten  und  es  geschehen  lassen,  dass  sein  liebenderBlick  jede  Dimension  unseres  Lebens  und  unseres  Seins  durchdringt  und  segnet  und verwandelt. Gott, der unsere Lasten und unsere Leiden auf sich genommen hat, identifiziert
sich  in  dieser  heiligen  Zeit  in  besonderer  Weise  mit  allen,  die  die  Last  von  Krankheit  und Gebrechen  tragen  und  hat  in  uns  den  Wunsch  geweckt,  Euch, kostbaren  Mitgliedern  und Mitarbeitern der pallottinischen Familie zu schreiben. Dieser große Anlass drängt uns, euch
unsere Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen für den besonderen und einzigartigen Beitrag, den  Ihr  zur  Verwirklichung  unseres  gemeinsamen,  uns  von  unserem  geschätzten  heiligen
Vinzenz Pallotti anvertrauten Charismas und unserer Sendung leistet.

Vinzenz Pallotti verwies auf das Gebet und Leiden, - in Gemeinschaft mit der Passion und dem Leiden Christi gelebt, - als höchst wirksames Mittel, den Glauben wieder zu beleben und die  Liebe neu  zu entzünden:  „Jeder  kann  dazu beitragen,  wenigstens durch das Gebet,  mit dem   jeder,  gesund  oder  krank,  fürbittend  eintreten  kann,  damit  unter  den  Katholiken  der Glaube neu belebt, die Liebe neu entzündet und sie in der ganzen Welt verbreitet werden. Und
das kann sehr leicht durch die armen Kranken erlangt werden, und durch jene, die in ihren
Schmerzen seufzen, durch das Aufopfern ihrer Leiden.“ (vgl. OOCC IV, S. 19).

Der hl. Vinzenz  lädt  uns  alle  ausnahmslos  ein, die  Werke  auszuüben, die sich  auf  das
Wiederentfachen  der  Liebe  richten,  und  er  ruft  alle,  die  aufgrund  von  Krankheit, Ungerechtigkeit  oder  Marginalisierung  in  Drangsal  und  Leiden  leben,  etwas  zu  dieser
apostolischen Sendung beizutragen. Das mit Glauben und in der Vereinigung mit Gott gelebte
Leiden  ist  ein  sehr   wirksames  Mittel,  das  Zeugnis  eines  lebendigen  Glaubens  und  einer
brennenden  Liebe  zu  geben.  Der  Schmerz,  jeder  Schmerz,  ist  eine  kostbare  Perle  für
diejenigen, die Christus auf den Spuren Vinzenz Pallottis nachfolgen.

Oft  fühlen  wir  uns  angesichts  so  vieler  Probleme  in  der  Welt,  wie  z.B.  des  Mangels  an
Glauben und Liebe in den sozialen Beziehungen entmutigt und hilflos. Aber der Ruf des hl. Vinzenz bleibt immer geltend und stark für uns alle: „das in Demut verrichtete Gebet, das Vertrauen und die Beharrlichkeit sind unfehlbare Mittel, alles zu erhalten, was der größeren Ehre  Gottes  und dem Heil der Seelen  dient: dass  der  Glaube  neu  belebt und Liebe  neu entzündet und in der ganzen Welt verbreitet werden“ (vgl. OOCC IV, S. 39).

Wenn  unsere Dunkelheit  so  tief  wird, unser  Schmerz  so  sinnlos  erscheint,  dass  sie uns  zur
Verzweiflung  führen  wollen,  wenn  wir  die  Gegenwart  von  Ihm,  der  uns  trotz  allem  tröstet
nicht mehr spüren, ist Christus da, bei uns, in treuer Liebe und begleitet uns auf dem gleichen
Weg, den er selbst bereits bis zum Ende gegangen ist. Er will uns seinen Geist schenken, der uns  neue  Hoffnung  und  einen  neuen  Sinn  schenkt,  die  uns  helfen,  wieder  zu  glauben  zu
beginnen, dass die unendliche Liebe Gottes auch durch unsere Dunkelheit, unseren Schmerz,
unsere Verzweiflung dringt.

Liebe Freunde, Ihr könnt ein kostbares Werkzeug der Evangelisierung werden - und oft seid
ihr es schon – Unterstützung für andere leidende Brüder und Schwestern. Bringer des Lichts da,  wo  Ihr  lebt,  wo  ihr  Eure  Umgebung  in  einen  Ort  der  Solidarität  und  Barmherzigkeit
umwandelt. Die Erfahrungen von Krankheit, von Vereinsamung, von Marginalisierung– wenn sie in der Begegnung mit Christus neuen Sinn finden, werden Euch in besonderer Weise fähig
und  glaubwürdig  machen,  indem  ihr das  Licht des Evangeliums nicht nur  jenen  bringt,  die sich in ähnlichen Situationen noch wertlos und verloren fühlen, sondern auch allen, die auf Euch bauen. „Liebe verwandelt alles“, erinnert uns Papst Franziskus.

Liebe Schwestern und Brüder, verbunden in geschwisterlicher Liebe, die uns vereint, sehen wir Euch als wirkungsvolle Missionare und Apostel unseres Herrn!

Mögt  Ihr  immer  bereit  sein,  mit  anderen  über  die  Liebe  des  auferstandenen Christus  zu
sprechen,  mit  ihnen  über  die  Wundertaten  und  die  Erfahrung  von  Gottes  Barmherzigkeit
auszutauschen. So möge der Auftrag, zu beten und unser tägliches Leiden aufzuopfern für andere, damit sie erneut den Weg zum Herrn finden, der unendlich barmherzig, und ein Narr der Liebe ist, wie unser Gründer sagen würde, Euch viel Freude und Vertrauen schenken. Ihr seid  in  der  Tat  ein  Schatz   nicht  nur  für  unsere  pallottinische  Familie,  sondern  für  die
Universale Kirche und die ganze Welt!

Wir  Mitglieder und  Mitarbeiter  der  Unio  möchten  mit  großem  Respekt  unsere  Brüder  und
Schwestern, die vom Leiden und von Krankzeit gezeichnet sind, ermutigen und ihnen helfen, in  der  Sendung  durchzuhalten,  die  Leben  bringt  für  andere.  Papst  Franziskus  erinnert  uns, dass „das Kreuz Christi uns auch einlädt, uns von dieser Liebe anstecken zu lassen; es lehrt uns,  die  anderen  immer  mit  Barmherzigkeit  und  Liebe  zu  betrachten – vor  allem  jene,  die
leiden, die Hilfe brauchen, die auf ein Wort, eine Geste warten; das Kreuz lädt uns ein, aus uns selbst herauszugehen, um ihnen entgegenzugehen und ihnen die Hand zu reichen“ (Papst
Franziskus, Kreuzweg mit den Jugendlichen, Rio de Janeiro, 26. Juli 2013). Und dafür wollen wir  bewusst  die  besonderen  Mittel  eines  jeden  Werks  der  Barmherzigkeit  üben:  die Zärtlichkeit, das Zuhören, die praktische Hilfe, die persönliche Begegnung, ein Lächeln, das
Gebet.

„Weisheit des Herzens bedeutet, bei unseren Brüdern und Schwestern zu verweilen. Die an der Seite des Kranken verbrachte Zeit ist eine heilige Zeit. Sie ist ein Lob Gottes, der uns nach dem  Bild  seines  Sohnes  gestaltet,  der  ‚nicht  gekommen  ist,  um  sich  bedienen  zu  lassen, sondern  um  zu  dienen  und  sein  Leben  hinzugeben  als  Lösegeld  für  viele‘  (Mt  20,28)“
(Botschaft von Papst Franziskus zum 23. Welttag der Kranken 2015).
Wir möchten unsere tiefe Dankbarkeit auch den Mitgliedern und Mitarbeitern der Unio in den
verschiedenen  Teilen  der  Welt   ausdrücken,  die  sich  in  vielen  Werken  und  Initiativen
engagieren, die Liebe, Heilung und Linderung bringen für jene, die an Leib und Seele leiden.
Schließlich laden wir alle Mitglieder und Mitarbeiter/innen der Unio ein, vor allem jene, die
am  Leiden  Christi  in besonderer  Weise  teilhaben, den  eigenen  Gebeten  das  folgende kurze Gebet hinzuzufügen, als Hingabe an Gott all dessen, was wir sind:
Jesus, du hast das Leiden und das Kreuz angenommen,
um uns das barmherzige Antlitz des Vaters zu offenbaren.
Nimm an all unseren Schmerz, all unsere Gebrechen und Leiden,
damit durch das Geheimnis deines Kreuzes in uns
die Macht deiner Auferstehung sichtbar werde,
und wir die Gnade erhalten, „barmherzig wie der Vater“ zu sein.
Amen.
Möge dieses außerordentliche Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit der gesamten Pallottinischen
Familie die Gnade erwirken, den Auftrag zu erfüllen, „den Glauben in der ganzen Welt neu zu
beleben und Liebe neu zu entzünden“. Auf die Fürbitte des hl. Vinzenz Pallotti erbitten wir allen den Segen unseres Gottes, der reich ist an Erbarmen.

Als  frohe  und  vertrauensvolle  Pilger  empfehlen  wir  unseren  Weg  Maria,  der  Mutter  der
Barmherzigkeit.

Donatella Acerbi
Präsident

Frank Donio SAC, Vizepräsident

Rory Hanly SAC
Generalsekretär

Rom, Palmsonntag, 20. März 2016

P. Franziskus Twitter-Seite

* Lebensform *

 

"Die Verschiedenheit der kulturellen und nationalem Herkunft, der Lebensalter und der Veranlagungen, der Begabungen und der Fähigkeiten sind unser Reichtum. Es eint uns die gleiche Berufung zur Nachfolge und der gemeinsame Auftrag Pallottis, wenn wir auch innerhalb der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben erfüllen". (Lebensform 91)

________________

 

"Im Zentrum unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens steht Christus, der Apostel des Ewigen Vaters. Sein Auftrag formt unser Denken, unsere Spiritualität, unser Gebet, unser Tun und Leiden." (Lebensform 19)

________________

 

"Als Jüngergemeinde sind wir um Christus, den Apostel des himmlischen Vaters, versammelt. Wie die Jünger wollen wir mit Jesus leben, werden von ihm ausgesandt und kehren zurück, um unser Tun in seinem Licht zu prüfen". (Lebensform 88)

________________

 

„Es ist unser besonderes pallottinisches Charisma, bei den Laien das Wachsen im Glauben und in der Liebe zu fördern, das Bewusst sein ihrer apostolischen Berufung zu wecken und mit ihnen zusammenzuarbeiten in der apostolischen Sendung.“ (Lebensform 21)

________________

 

"Unsere Beziehungen zueinander sollen geprägt sein vo der Liebe, die alles trägt, glaubt und hofft. Diese Liebe ist ohne Überheblichkeit und Eifersucht, sie verletzt nicht, läßt sich nicht erbottern und trägt nichts Böses nach. Sie wird nicht entmutigt, sondern bleibt freundlich und geduldig. Sie freut sich mit den anderen und trägt ihr Leid mit. In dieser Liebe sollen wir einander fördern und stützen". (Lebensform 90)